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stellen Sie sich vor, es ist Montagmorgen, 7 Uhr, und Sie müssen nicht zur Arbeit. Nie mehr. Während Arbeitnehmer in der Regel auf Ihren Ruhestand hin fiebern klingt dieses Wort für gestandene Unternehmer wie eine Drohung. Jeder Gedanke an den Ausstieg wird unterdrückt und in weite Ferne geschoben. Das ist verständlich, aber nicht klug. Denn die Suche nach einem Nachfolger und die Betriebsübergabe scheitert oft daran, dass Unternehmer viel zu spät mit den Vorbereitungen anfangen. Davon berichtet der erste Artikel in diesem Newsletter.

Selbständig sein, heißt selbst und vor allem ständig zu arbeiten. Trotzdem müssen Sie sich nicht zwangsläufig von Ihrer Arbeit auffressen lassen, Familie und Freizeit gänzlich opfern. Ein paar gute Tipps für die Work-Life-Balance stellt Ihnen Jürgen Krimmer diesmal in der Rubrik "Einen Augenblick noch..." vor.

Einen erfolgreichen Endspurt 2011 wünscht Ihnen Ihr


Klaus Kopp

1. Lebenswerk ade - Wenn Unternehmer Nachfolger suchen

Würden Sie sich nach 30, 40 oder 50 Jahren Elternsein von Ihren Kindern trennen wollen? Natürlich nicht! In etwa so fühlt es sich jedoch an, wenn langjährige Unternehmer im fortgeschrittenen Alter Ihren Ausstieg aus dem Unternehmen planen. Wer sein Unternehmen über Jahrzehnte mühe- und liebevoll aufgebaut hat ist diesem meist emotional stark verbunden. Im Idealfall arbeitet bereits die nächste Generation im Betrieb mit, die Übergabe kann Schritt für Schritt erfolgen. Der "Senior" weiß sein "Baby" in guten Händen und kann getrost seinen Ruhestand antreten.

Dieser Idealfall wird jedoch immer seltener. Viele Unternehmerkinder haben keine Lust, den elterlichen Betrieb weiterzuführen. Sie verfolgen andere Interessen und wollen auf eigenen Beinen stehen. So bleibt nur noch die Möglichkeit, Nachfolger außerhalb der Familie zu suchen. Etwa einen erfahrenen Mitarbeiter oder auch einen fremden Gründer oder Investor. Diese Suche gestaltet sich in vielen Fällen äußerst schwierig, wie der Nachfolgereport 2011 des DIHK aufzeigt.

Das größte Hemmnis bei der Nachfolgesuche ist, dass Unternehmer nicht rechtzeitig mit der Vorbereitung der Betriebsübergabe beginnen. Sie entscheiden sich meist kurzfristig für den Ausstieg und sind dann von den komplexen betriebswirtschaftlichen, finanziellen und rechtlichen Anforderungen überrascht. Auf die Schnelle findet sich natürlich auch kein geeigneter Nachfolger. Unternehmen können sich emotional nur schwer aus dem Tagesgeschäft lösen, was potenzielle Interessenten abschreckt. Überhöhte Vorstellungen beim Kaufpreis sind keine Seltenheit. Die Nachfolge-Interessenten dagegen haben Probleme, ein passendes Unternehmen zur Übernahme zu finden und die Finanzierung zu stemmen. Dazu unterschätzen Sie häufig die Anforderungen und sind fachlich nicht ausreichend qualifiziert, um als Unternehmer zu bestehen.

Die Ergebnisse des Reports zeigen, dass es unumgänglich ist, die Nachfolge so frühzeitig wie möglich zu planen. Finanzierung und Abwicklung sind das eine. Noch wichtiger ist, sich bei der Suche nach dem Nachfolger ausreichend Zeit zu lassen. Der kann nämlich einen Betrieb kaum aus dem Stand heraus übernehmen, sondern muss über längere Zeit eingearbeitet werden – manchmal über Jahre. Außerdem zeigt sich erst nach einer Weile, ob der Neue zum Unternehmen passt und das Anforderungsprofil erfüllt.

Auch wenn das Thema "Ruhestand" für viele Unternehmer ein Reizwort ist: Schieben Sie die Planung nicht auf die lange Bank. Sie gehören deshalb nicht zum alten Eisen, nur weil Sie sich über Ihren Ausstieg und die Betriebsübergabe Gedanken machen. Sie beweisen viel mehr hohes Verantwortungsgefühl gegenüber Ihrem Lebenswerk, Ihren Mitarbeitern und Kunden.

Den Nachfolgereport 2011 des DIHK können Sie sich als PDF von der Webseite der IHK herunterladen:

2. Personalgespräch: So wird´s ein Erfolg! (Teil 2)

Beide Seiten – Chefs und Mitarbeiter – müssen ihren Teil beitragen, wenn das Jahresgespräch erfolgreich werden soll. Im letzten Teil haben wir beleuchtet, was Unternehmen und Vorgesetzte tun sollten. Heute gebe ich Ihnen einige Tipps, wie sich der Mitarbeiter optimal ins Gespräch einbringen kann.

Kalender freiräumen
Setzen Sie keine wichtigen Termine direkt vor oder nach dem Gesprächstermin an. Planen Sie Projekte so, dass Ihnen genug Zeit für die Vorbereitung bleibt.

Intensiv vorbereiten, Ziele formulieren
Gehen Sie alle Materialien durch, die Ihnen Ihr Unternehmen zur Verfügung stellt. Notieren Sie: Was ist Ihnen im letzten Jahr sehr gut gelungen, was weniger? Wie profitiert das Unternehmen von Ihnen? Wie wollen Sie vorankommen? Was erwarten Sie von sich selbst, von Ihrem Chef? Formulieren Sie Ihre Ziele und Vorstellungen möglichst konkret.

Stellung nehmen
Sagen Sie Ihre Meinung zu den neuen Zielen, die Ihr Chef Ihnen vorgibt. Halten Sie die Ziele für realistisch? Fragen Sie nach, wenn etwas unklar ist. Stecken Sie die Rahmenbedingungen ab, unter denen Sie Ihre Ziele erreichen sollen.

Ideen präsentieren, über Weiterentwicklung sprechen
Präsentieren Sie Ideen, die das Unternehmen voranbringen und zeigen Sie auf, welche Rolle Sie in Zukunft dabei übernehmen können. Sprechen Sie über Projekte, an denen Sie gerne mitarbeiten möchten, über Weiterbildungen oder Aufstiegschancen für Sie.

Heikles ansprechen, nicht übers Gehalt verhandeln
Heikle Themen oder Kritik am Chef dürfen und sollten angesprochen werden, allerdings behutsam. Sie wissen, Vorgesetzte haben so Ihre Probleme mit Kritik. Gehaltsverhandlungen sollten jedoch auf einen anderen Termin vertagt werden, diese haben im Jahresgespräch nichts zu suchen.

Protokoll fixieren
Lesen Sie das Protokoll genau durch, bevor Sie es unterschreiben. Wenn Sie Gesprächsdetails anders aufgefasst oder in Erinnerung haben, einigen Sie sich mit Ihrem Chef auf eine gemeinsame Fassung. Das Protokoll ist die Basis für das nächste Jahresgespräch.

Last but not least: Natürlich dürfen auch Sie Ihren Chef loben, wenn Sie mit dem Gesprächsverlauf zufrieden sind. Das schafft eine positive Atmosphäre.

Ich hoffe, Sie haben alle Ihre Gespräche für dieses Jahr schon terminiert und sind bereits in der Vorbereitung. Ihnen und Ihren Mitarbeitern wünsche ich dabei viel Erfolg!

3. Guten Appetit: Anlass für Bewirtungskosten korrekt angeben

Nicht nur Liebe geht durch den Magen, auch so mancher Geschäftsabschluss wird bei einem guten Essen getätigt. Wer Kunden oder Geschäftspartner zum Essen einlädt, darf 70% der Bewirtungskosten als Betriebsausgabe absetzen. Die Vorsteuer gibt es in voller Höhe vom Finanzamt zurück. Doch damit Sie von diesen Vorteilen profitieren können, müssen Sie den Bewirtungsbeleg um einige Informationen ergänzen:

- Anzahl der Gäste, Name und Funktion der einzelnen Personen
- Anlass der Bewirtung

Bewirtungsbelege werden bei Betriebsprüfungen meist kritisch unter die Lupe genommen. Gerade bei letzterer Angabe, dem Anlass, schauen Finanzämter genauer hin. Fehlt der Anlass, dürfen weder Betriebsausgaben noch Vorsteuer geltend gemacht werden. Sollten Sie also öfter auf Ihre Kosten zu Tisch bitten, ergänzen Sie Ihre Belege unbedingt korrekt. Sonst müssen Sie mit hohen Nachforderungen rechnen. Angaben zum Anlass sollten außerdem möglichst konkret formuliert werden. Die Information "Kundengespräch" reicht nicht. Formulieren Sie stattdessen lieber so:

- "Anlass der Bewirtung: Besprechung der Einzelheiten zum Auftrag Nr. 12345."
- "Anlass der Bewirtung: Gespräche über neuen Kooperationsvertrag, Provisionsverhandlungen"

Achten Sie in Zukunft bitte darauf, damit das Finanzamt Ihnen und Ihren Gästen nicht den guten Appettit verdirbt.

5. DATEV Blitzlicht

Das DATEV Blitzlicht ist ein monatlicher Newsletter mit vielen Informationen aus den Bereichen Steuern, Recht und Wirtschaft.

6. Volksbank Branchen Specials

Die Volksbank "Branchen Specials" enthalten aktuelle Daten zur Konjunktur und zur wirtschaftlichen Situation der Unternehmen in verschiedenen Branchen. Unsere Mandanten können die Berichte kostenlos auf der Webseite der Volksbank Stuttgart herunterladen.

7. Einen Augenblick noch...

Es klingt wie ein Märchen, wenn der Vorstandsvorsitzende eines weltweit operierenden Konzerns mit fast
500.000 Mitarbeitern erzählt, dass er (von Ausnahmesituationen abgesehen) seine Arbeit in fünf Tagen erledigt, weil das Leben außer Arbeit noch so viel andere interessante Dinge zu bieten hat. Und auf Nachfrage: „Meine Aktionäre bezahlen mich für entsprechende Ergebnisse und nicht dafür, dass ich ständig nur arbeite und z.B. die Familie darunter leidet …“ Genauso interessant berichtet derselbe Manager davon, dass alle Mitarbeiter seine E-Mail-Adresse kennen und nutzen können, er aber die Kommunikation im Unternehmen so aufgebaut hat, dass er alle an ihn gerichteten Mails täglich selbst liest. Und daß die Antwort jeweils nur eine Zeile umfasst, so dass niemand „zwischen den Zeilen“ lesen kann.

Ich spreche vom Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Post, Dr. Frank Appel (50) und davon, was er in einem interessanten Fernsehinterview geäußert hat. Sie werden beim Anschauen des Interviews gewinnen und inspiriert werden, Ihre Situation zu verbessern und Ihr Leben noch effektiver ausrichten zu können.

Das Interview „Frank Appel im Gespräch mit Nina Ruge und Marc Beise“ finden Sie hier:

Jochen Krimmer ist 62 Jahre, ausgebildeter Verwaltungsbeamter, Theologiestudium auf dem 2. Bildungsweg, 30 Jahre Pfarrer der Evangelischen Kirche in Württemberg in verschiedenen Kirchengemeinden. Aktuell arbeitet er am Aufbau eines Ermutigungszentrums.

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