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CIMTT Zentrum für Produktionstechnik und Organisation
Newsletter 04/2022
21.04.2022
Foto: PPD
 
CIMTT-Newsletter 04/2022
Sehr geehrte Damen und Herren,
das Jahr 2022 ist in vollem Gange und so auch die Tätigkeiten am CIMTT.

Neben den Informationen zu unseren aktuellen Forschungsthemen haben wir auch ein paar interessante Ankündigungn für Sie.

Wir wünschen Ihnen nun viel Spaß beim Durchstöbern der neuesten Meldungen.
Bioprozesse steuern durch KI zur Substanzmuste­rerkennung

Save-the-Date: 7. Juli 2022 - Wie verändert Künstliche Intelligenz (KI) die Arbeitswelt

Werkzeuge zum Umgang mit Erfahrungswissen in der Werkstoffprüfung

COVID19-LL: Untersuchungsergebnisse durch Experten validiert und veröffentlicht

Termine

 
Bioprozesse steuern durch KI zur Substanzmuste­rerkennung

© SZ/Sven Ellger
Die biotechnologische Stoffproduktion gewinnt immer mehr an Bedeutung für die Bioökonomie, da sie natürliche Rohstoffe nutzt, um Produkte für Lebensmittel, Pharmazie oder Kosmetik zu gewinnen. Eine Herausforderung besteht darin, diese Bioprozesse so effektiv zu gestalten, dass sie wirtschaftlich im großindustriellen Maßstab angewendet werden können. Im Projekt MOProAlge ging es in den vergangenen drei Jahren darum, die biotechnologische Produktion von Mikroalgen mit einem schnellen Monitoringsystem effektiver zu machen. Zum Einsatz kam dafür die Ionenmobilitätsspektrometrie (IMS) zur Detektion von Substanzmustern im Gasraum des Bioreaktors, die mittels einer KI online ausgewertet werden. Das Monitoringsystem nutzt Daten aus den im Sekundentakt gemessenen Substanzspektren zur Identifizierung des Wachstumsstatus der Mikroalgen und zur Erkennung von Veränderungen in der Produktmenge und Produktqualität. Im Forschungsprojekt ist es gelungen, mehrere charakteristische Indikatoren für die Steuerung der Prozessführung zu identifizieren. Dies ist ein wichtiger Grundstein für eine völlig neue Qualität des Bioprozessmonitoring nicht nur für die Rohstoffgewinnung aus Mikroalgen, auch weitere Bioprozesse auf Basis anderer Mikroorganismen oder stoffproduzierender Zellsysteme können davon profitieren.
 
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Save-the-Date: 7. Juli 2022 - Wie verändert Künstliche Intelligenz (KI) die Arbeitswelt

© TUD
Das Kompetenzzentrum „Perspektive Arbeit Lausitz (PAL)“ bringt Hochschulen und Unternehmen zusammen, die den Strukturwandel in der Arbeitswelt zu ihrer Sache machen und gemeinsam in der Lausitz KI- unterstützte Arbeit menschengerecht gestalten und umsetzen wollen. Besonders im Fokus stehen datenbasierte lernfähige Assistenzsysteme, die beispielsweise für Transportoptimierung, Fehlererkennung, digitales Wissensmanagement, Kapazitätsbedarfs- oder Energievorhersagen in Unternehmen eingesetzt werden können, um Menschen von Routinetätigkeiten und Stress zu entlasten. Auf der anderen Seite kann der Einsatz von KI- unterstützten Assistenzsystemen auch das Risiko neuer Belastungen für Menschen nach sich ziehen und mit Sicherheit wird in vielen Unternehmen Weiterbildungsbedarf entstehen.

Am 7. Juli lädt das Kompetenzzentrum PAL ins Rathaus Bischofswerda ein, um seine für die nächsten vier Jahre geplanten Vorhaben in der Region vorzustellen und mit interessierten Personen aus Wirtschaft, Politik und Forschung ins Gespräch zu kommen.
 
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Werkzeuge zum Umgang mit Erfahrungswissen in der Werkstoffprüfung entwickelt und erprobt

freepik.de
 
Bisher realisierte Wissensmanagementsysteme fokussieren zumeist den Umgang mit explizitem, d.h. bereits dokumentiertem Wissen. Mindestens ebenso relevant ist der Umgang mit Erfahrungswissen, insb. den sogenannten impliziten Wissensanteilen, die sich durch besondere Herausforderungen beim Identfizieren, Dokumentieren sowie der Handhabung auszeichnen. Hierfür wurde eine Methodik erarbeitet und erprobt, die darauf abzielt, die Beschäftigten aktiv in die Hebung des Erfahrungsschatzes einzubeziehen. Diese unterstützt nicht nur die Identifikation von implizitem Wissen der Beschäftigten der Werkstoffprüfung, sondern auch seine Beurteilung hinsichtlich Bedeutsamkeit und daraus folgender Notwendigkeit von Dokumentation und Austausch. Darauf aufbauend werden im Projekt DiWan an den Bedarf angepasste Konzepte für die kontinuierliche Erfassung von Erfahrungswissen, für eine effektive Bereitstellung und Verarbeitung von Erfahrungswissen sowie eine zielführende Wissensweitergabe entwickelt.
Drei Gestaltungsbereiche sind hierbei relevant:
  • konkrete Rahmenbedingungen der Werkstoffprüfung und ihre Abbildung
  • Bereitstellung digitaler Werkzeuge zur effektiven Unterstützung
  • organisatorische und unternehmenskulturelle Rahmenbedingungen zur Förderung der Bereitschaft der Werkstoffprüfer zur Bereitstellung ihres Erfahrungswissens
Eine systematische und konsequente Bearbeitung dieser Felder im Projekt zielt auf Beiträge zur Systematisierung des Wissenstransfers zwischen den Beschäftigten und zur Schaffung einer für alle  zugänglichen Wissensbasis mit der Konsequenz, die Bearbeitung neuer oder nur gelegentlich ausgeführter Werkstoffprüfungen durch Zugriff auf Abläufe und Ergebnisse vergangener bzw. ähnlicher Prüfprozesse zu vereinfachen.

Für weitere Informationen: solveig.hausmann@tu-dresden.de


 
 
COVID19-LL: Untersuchungsergebnisse durch Experten validiert und veröfentlicht

Die pandemische Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 und die damit einhergehenden, durch die Bundes- und Landesregierungen verabschiedeten Maßnahmen zur Begrenzung der 7-Tage-Inzidenz haben seit März 2020 einen drastischen Einfluss auf das gesamte gesellschaftliche Leben und die Arbeitswelt. Um unter den geltenden Einschränkungen arbeitsfähig bleiben zu können, waren und sind viele Unternehmen und Organisationen dazu gezwungen, weitreichende Anpassungen in ihren Arbeitssystemen, insbesondere im Hinblick auf Arbeitsstrukturen und -abläufe, vorzunehmen. Im Forschungsprojekt COVID-19 Lessons Learned wurden Analysen dieser Veränderungen in Sachsen, Nordrhein-Westfahlen und Bayern durchgeführt.
Die in den drei Bundesländern gesammelten Informationen zu Best-Practice-Maßnahmen wurden zu vier Szenarien komprimiert, die die Situation in Unternehmen und Organisationen unter Pandemiebedingungen beschreiben. Diese lauten:
  • Arbeit in Bereichen, in denen physische Anwesenheit unabdingbar ist und keine Möglichkeit besteht, aus der Ferne zu arbeiten
  • Arbeit in Bereichen, in denen teilweise physische Anwesenheit erforderlich ist und in manchen Bereichen Arbeiten aus der Ferne möglich ist
  • Arbeit in Bereichen, in denen keine physische Anwesenheit erforderlich ist, so dass die Arbeit vollständig aus der Ferne erledigt werden kann
  • Vorgehen und Erfahrungen der befragten Unternehmen und Organisationen im operativen Umgang mit krisenbedingten Herausforderungen bzw. der Pandemie inklusive der Entwicklungs- und Umsetzungsprozesse von neuen Maßnahmen
In einem weiteren Schritt wurden durch das Projektteam des Projektes COVID19-LL 17 vielversprechende Maßnahmen aus den Best-Practices identifiziert, die von ExpertInnen im Rahmen einer Delphi-Studie hinsichtlich ihrer generellen Sinnhaftigkeit für die Bewältigung der COVID-19 Pandemie sowie für die Arbeitswelt außerhalb einer Krisensituation bewertet wurden. In den unten genannten Publikationen sind die Ergebnisse im Detail dargestellt. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass die COVID-19 Pandemie in Unternehmen und Organisationen einen langfristigen Veränderungsprozess auslöste. Die ExpertInnen kommen auch zu dem Urteil, dass Maßnahmen, die pandemiebedingt kurzfristig eingeführt wurden, auch in Zukunft zu einer Steigerung der Wertschöpfung und Verbesserung der Arbeitsbedingungen beitragen können, sodass hier eine Fortsetzung der Fachdiskussion für die zukünftige Arbeitswelt geboten erscheint.

Für weitere Informationen:
sophie.berger@tu-dresden.de

Publikationen zum Projekt:
  • Adam, C., Pütz, S., Ott, G., Jochum, G., Brandl, C., Bengler, K., Nitsch, V. & Schmauder, M. (Juni, 2021). Best Practices aus der Pandemiebewältigung in der Arbeitswelt auf Organisationsebene. Gute Lösungen für die Zukunft nutzen – COVID-19 Lessons Learned. München. doi: https://doi.org/10.17605/OSF.IO/GXM8J.
  • Adam, C., Emmermann, B., Pütz, S., Hajdari, M., Brandl, C., Ott, G., Berger, S., Schmauder, M., Nitsch, V. & Bengler, K. (Februar, 2022). Überprüfung der Gültigkeit identifizierter Best Practices aus der Pandemiebewältigung in der Arbeitswelt auf Organisationsebene. Gute Lösungen für die Zukunft nutzen –COVID-19 Lessons Learned. München.  doi: https://doi.org/10.17605/OSF.IO/GXM8J.
     
 
  8./9. Juni 2022: Industriekolloquium des SFB/TR 96 "Thermo-energetische Gestaltung von Werkzeugmaschinen"

           
Der SFB/TR 96 lädt am 9. Juni 2022 Industrievertreter und Wissenschaftler zum Industriekolloquium ein.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen Antworten auf die Herausforderungen durch thermische Fehler mit ihren negativen Konsequenzen für die Wirtschaftlichkeit der Fertigung. Die Wissenschaftler aus den Teilprojekten berichten in kompakter Form über Forschungsergebnisse der letzten drei Jahre des SFB/TR 96. Der Fokus liegt auf dem Zusammenwirken von teilprojektspezifischen Lösungen zur Korrektur und Kompensation thermischer Fehler und die Möglichkeiten zu der praktischen Umsetzung.
 
Detailinformationen und Anmeldung
 
  4./5. Juli 2022: 23. Dresdner Werkzeugmaschinen-Fachseminar

           
Unter dem Motto Neue Antriebstechnik für Werkzeugmaschinen findet am Montag, 04. Juli und Dienstag, 05. Juli 2022 das 23. Dresdner Werkzeugmaschinen-Fachseminar an der Technischen Universität Dresden statt. 
Alle aktuellen Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter www.wzm-fachseminar.de.

 
 
Zitat des Tages

Wenn es einen Weg gibt, etwas besser zu machen: Finde ihn!
Thomas Alva Edison (1847-1931)
 
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