Transfer1000 - Wissens- und Technologietransfer in Deutschland: Eine quantitative Befragung von 1000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern (PDF)
TU Berlin & Fraunhofer IAO
Die Studie „Transfer1000“ untersucht Transferaktivitäten von über 1.000 Wissenschaftler:innen in Deutschland und beleuchtet die Bedeutung des Austauschs zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. 79 % der Befragten sehen die Wissenschaft in der Verantwortung, an gesellschaftspolitischen Prozessen mitzuwirken, während 85 % ihre Forschung als gesellschaftlich relevant bewerten. Die Wahrnehmung zur Problemlösung beizutragen, ist eine zentrale Motivation.
Institutionellen Unterstützungsmaßnahmen, darunter Anlaufstellen, Weiterbildungsangebote und Ressourcen werden als unzureichend eingestuft, insbesondere im Austausch mit der Politik. Die geringe Wertschätzung für Transferarbeit könnte auf fehlende etablierte Messmethoden und Vergleichskriterien zurückzuführen sein. Diese Ergebnisse verdeutlichen die wichtige Rolle von Intermediären, die als Vermittler zwischen Wissenschaft und externen Akteuren fungieren. Durch gezielte Vernetzung, Weiterbildungsformate und die Förderung eines offenen Dialogs könnten sie dazu beitragen, Transferprozesse zu stärken und strukturelle Hürden zu überwinden. Die Studie gibt wertvolle Impulse, wie Fördermaßnahmen und strukturelle Verbesserungen den gesellschaftlichen Beitrag der Wissenschaft sichtbarer und nachhaltiger gestalten können.