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English   16. Juli 2025
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De Regimine Principum, 1411-1432.
           Newsletter #8

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir danken Ihnen für Ihr Interesse an unserer Arbeit und möchten Sie kurz vor dem Start der Berliner Sommerferien über Neuigkeiten aus unseren Projekten informieren.
 
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Erinnerungen an das Kriegsende in Berlin. Digitalisierung privater Dokumente und Fotos

Anlässlich des 80. Jahrestages des Kriegsendes in Berlin veranstalteten wir gemeinsam mit der Staatsbibliothek Berlin am 16. Mai 2025 einen Aktionstag "Erinnerungen an das Kriegsende in Berlin" zur Digitalisierung und Sammlung von Briefen, Fotos, Tagebüchern und anderen Objekten aus der Nachkriegszeit (1945-1950).

Nicht zuletzt durch die Berichterstattung im Tagesspiegel, auf Radio 3 und der Berliner Abendschau fanden über 90 Berliner, Berlinerinnen und Brandenburger den Weg in die Staatsbibliothek, um die persönlichen Erinnerungen ihrer Familien digitalisieren und die dazugehörigen Geschichten aufzeichnen zu lassen. 
Auch nach dem Aktionstag hatten Nutzer bis zum 30. Juni 2025 die Möglichkeit, Dokumente auf der von uns entwickelten Plattform https://1945.transcribathon.eu/ hochzuladen.

Insgesamt wurden bei dem Aktionstag oder über die Online-Option über 95 Beiträge mit knapp 2000 digitalen Bildern hochgeladen. Diese wurden zusammen mit den Informationen zu den darin dokumentierten Ereignissen und Personen anschließend online öffentlich zugänglich gemacht und können nun transkribiert werden.

Das Projekt "Erinnerungen an das Kriegsende in Berlin" ist eine Kooperation zwischen der Staatsbibliothek zu Berlin, uns und Europeana. Der Aktionstag war Teil der Berliner Themenwoche „80 Jahre Kriegsende – Befreiung Europas vom Nationalsozialismus“, einer Kooperation mit der Kulturprojekte Berlin GmbH, gefördert vom Land Berlin.

Hier https://1945.transcribathon.eu/ finden Sie weitere Informationen zum Kriegsende in Berlin (auf Deutsch) und die Ergebnisse des Aktionstags.
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Präsentation der Online-Ausstellung www.Donskoje1950-1953.de

Vor 20 Jahren erschien die erste Auflage des Buches „Erschossen in Moskau …“, in dem Memorial International Moskau und wir die Ergebnisse eines Forschungsprojekts präsentierten. Im Buch sind Biografien von über 900 Deutschen enthalten, die zwischen 1950 und 1953 vom obersten Militärtribunal der sowjetischen Besatzungstruppen in der DDR zum Tode verurteilt und in Moskau erschossen wurden. Das Forschungsprojekt wurde von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert.

Die vierte Auflage dieses Buches erschien 2020. Zudem gab es eine Wanderausstellung, die bis 2016 an 24 Orten gezeigt wurde. Sie ist nun als Online-Ausstellung zu sehen https://donskoje1950-1953.de/.

Die Programmierung und Kuratierung der Online-Ausstellung wurde vom Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert.

Die Ausstellung wurde von uns am 25. Juni 2025 in der Bundesstiftung öffentlich präsentiert.

Den Livestream der Veranstaltung finden Sie hier https://www.youtube.com/watch?v=yh5QXeT_CpE

 
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Archivtourneen

Ein wesentliches Element unserer Arbeit bilden Archivrecherchen und das sowohl innerhalb als auch außerhalb Deutschlands. Wenn inzwischen auch die digital angebotenen Findmittel vieler Archive und auch die teilweise online zugänglichen Akten eine große Hilfe bei den Recherchen sind, ist in den überwiegenden Fällen eine Recherche in den Archiven selbst unerlässlich.

So recherchierten wir  in den letzten Wochen beispielweise die letzten Quellen "analog" für das Projekt zu den Kunstsammlungen der Familien Neumann, Holländer und Jacoby. Dieses vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste finanzierte Provenienzforschungsprojekt erforderte umfangreiche Forschungen in zahlreichen Archiven. Im Juni und Juli 2025 ging es nocheinmal in das (von uns häufig frequentierte) Bundesarchiv in Berlin, aber auch ins Archiv des Bayerischen Nationalmuseums in München und in den Frick Art Research Library Archives in New York City (wo wir auf das Ende der Renovierung der Frick Collection warten mussten).

Informationen zu unserem Forschungsprojekt finden Sie hier https://www.factsandfiles.com/projects/jacoby_hollaender/
 
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Ausstellung von Objekten im Paleis Het Loo bis 9. November 2025

Das niederländische Museum Paleis Het Loo zeigt momentan eine Ausstellung mit Meissener Porzellanobjekten aus der Sammlung von Herbert M. Gutmann.

Herbert M. Gutmann (1879-1942) sammelte Gemälde – insbesondere aus dem 18. und 19. Jahrhundert, Möbel, syrisches Glas, Porzellan, Silber, Skulpturen, Textilien, Bücher sowie ostasiatische und islamische Kunstgegenstände.

Darunter waren auch Teile eines Meißener Services, das angeblich um 1650 für den Statthalter Willem V. angefertigt wurde.

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Deutschland im Jahr 1933 wurde Herbert M. Gutmann aufgrund seiner jüdischen Abstammung und seiner politischen Haltung in der Weimarer Republik verfolgt. Herbert M. Gutmann verlor seine Aufsichtsratsmandate und damit auch teilweise sein Einkommen, musste Anteile an Unternehmen verkaufen und durfte nur noch eingeschränkt in Deutschland arbeiten. Aus diesen Gründen war er gezwungen, vom 12. bis 14. April 1934 seine Kunstsammlung im Auktionshaus Paul Graupe in Berlin zu versteigern. Darunter waren auch die Teller und Saucieren aus dem Statthalter-Service. Ein Teil dieser Objekte gelangte nach 1945 in die Niederlande.  

2019 entschied die niederländische Adviescommissie Restitutieverzoeken, 14 Meissner Porzellanobjekte an die Familie Herbert M. Gutmanns zu restituieren.

Neben der Ausstellung im Paleis Het Loo präsentiert das Museum die 17 Objekte, die nach der Rückgabe an die Familie Gutmann vom Paleis Het Loo erworben wurden, online.
 
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Vielleicht haben Sie ja die Gelegenheit, nach Apeldoorn zu reisen und sich die Ausstellung anzusehen.
Wir wünschen Ihnen einen schönen Sommer, hoffentlich erholsam für die, die Urlaub machen werden, und stehen für Fragen zu unseren Projekten gern zur Verfügung.
 
 
Ihr Team von Facts & Files
 
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Newsletter #8
Ladies and gentlemen, dear colleagues,

We would like to thank you for your interest in our work and, with the Berlin summer holidays just around the corner, would like to update you on the latest news from our projects.
 
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Memories of the end of the war in Berlin. Digitization of private documents and photos

To mark the 80th anniversary of the end of the Second World War in Berlin, we teamed up with the Berlin State Library on May 16, 2025, to organize a collection day called "Memories of the End of the War in Berlin" to digitize and collect letters, photos, diaries, and other objects from the post-war period (1945-1950).

Thanks to reports in the Tagesspiegel newspaper, on Radio 3 and on the Berliner Abendschau television programme, over 90 people from Berlin and Brandenburg came to the Berlin State Library to have their families' personal memories digitised and the stories behind them recorded.
Even after the collection day, people had until June 30, 2025, to upload documents to the platform we developed at https://1945.transcribathon.eu/.

A total of over 95 contributions with almost 2,000 digital images were uploaded during the collection day or via the online channel. These were then made publicly available online alongside historical information about events and individuals. They can now be transcribed.

The project "Memories of the End of the War in Berlin" is a collaboration between the Berlin State Library, us, and Europeana. The action day was part of the Berlin theme week "80 Years Since the End of the War – Liberation of Europe from National Socialism," a collaboration with Kulturprojekte Berlin GmbH, funded by the State of Berlin.

You can find more information about the end of the war in Berlin (in German) and the results of the action day at https://1945.transcribathon.eu/.
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Presentation of the Online Exhibition www.Donskoje1950-1953.de

Twenty years ago, the first edition of the book "Erschossen in Moskau... (Shot in Moscow...)" was published, presenting the results of a research conducted by Memorial International Moscow and us. It contains the biographies of over 900 Germans sentenced to death by the Supreme Military Tribunal of the Soviet occupation forces in the GDR between 1950 and 1953 and executed in Moscow. This research project was funded by the Federal Foundation for the Study of the Communist Dictatorship in Germany.

The fourth edition of the book was published in 2020. A traveling exhibition was shown at 24 locations until 2016. You can now view it as an online exhibition at https://donskoje1950-1953.de/.

The programming and curation of the online exhibition was funded by the Berlin Commissioner for the Study of the Communist Dictatorship and the Federal Foundation for the Study of the Communist Dictatorship in Germany.

The exhibition was publicly presented by us on June 25, 2025, at the Federal Foundation.

The livestream of the event can be found here: https://www.youtube.com/watch?v=yh5QXeT_CpE
 
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Archive Tours

Archival research, both in Germany and abroad, is an essential part of our work. While digital finding aids and partially accessible online files offered by many archives are now a great help, it is usually necessary to conduct research in the archives themselves.

For example, over the past few weeks, we have been researching the last “analog” sources for the project on the art collections of the Neumann, Holländer, and Jacoby families. This provenance research project, funded by the German Lost Art Foundation, required extensive research in numerous archives. In June and July 2025, we returned to the Federal Archives in Berlin (which we frequent often), as well as to the archives of the Bavarian National Museum in Munich and the Frick Art Research Library Archives in New York City (where we had to wait for the renovation of the Frick Collection to be completed). Information about our research project can be found here.

 
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Exhibition of objects at Paleis Het Loo until November 9, 2025

The Dutch museum Paleis Het Loo is currently hosting an exhibition featuring Meissen porcelain pieces from the Herbert M. Gutmann collection.

Gutmann (1879–1942) amassed a diverse collection of art and antiques, including paintings from the 18th and 19th centuries, furniture, Syrian glass, porcelain, silver, sculptures, textiles, books, and East Asian and Islamic art objects.

Among these were pieces from a Meissen service allegedly made around 1650 for Stadholder Willem V. After the National Socialists came to power in Germany in 1933, Gutmann was persecuted because of his Jewish ancestry and political views during the Weimar Republic. He lost his seats on supervisory boards, thus losing part of his income. He was forced to sell shares in companies and was only allowed to work in Germany to a limited extent. For these reasons, he was forced to auction off his art collection at the Paul Graupe auction house in Berlin from April 12 to 14, 1934. Among the items were the plates and sauce boats from the governor's service. Some of these objects ended up in the Netherlands after 1945.

In 2019, the Dutch Restitution Claims Advisory Committee decided to return fourteen Meissen porcelain objects to the family of Herbert M. Gutmann.

Along with the exhibition at Paleis Het Loo, the museum is presenting the 17 objects that Paleis Het Loo acquired after their return to the Gutmann family online.
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You may have the opportunity to visit Apeldoorn to see the exhibition.

We wish you a wonderful summer—hopefully relaxing for those of you going on vacation—and are happy to answer any questions you have about our projects.

With kind regards from Berlin,

Your Facts & Files Team
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Impressum
Facts & Files
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13187 Berlin
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