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01 neuland+ Regionalbüros: Rückblick und Ausblick aus vier Regionen Regionalbüro NRW / Rheinland-Pfalz: Halbzeit der LEADER-Prozesse Für fast alle LEADER-Regionen in Deutschland ist ungefähr die Hälfte der aktuellen Förderperiode vergangen. Der richtige Zeitpunkt also, um zu bilanzieren und zu prüfen: „Passt der Weg (noch) zum Ziel?” Im Sommer und Herbst fanden bereits neuland+ campus-Veranstaltungen statt, die diese Frage beleuchteten und Inhalte und Möglichkeiten zur (Selbst-)Evaluation aufzeigten. Wir konnten dazu rund 100 Teilnehmende aus den LEADER-Regionalmanagements begrüßen. Die Befragungen der Akteure in den Regionen zeigen: Meist haben die aufgestellten Ziele nach wie vor Bestand. Die bereits initiierten und umgesetzten Projekte tragen zu ihrer Erfüllung bei und stärken die jeweilige Region. Ein Nachjustierungsbedarf ergibt sich in der Regel in Bezug auf einzelne Aspekte. Rahmenbedingungen ändern sich und es müssen Akteure gefunden werden, die die Projekte umsetzen und für eine nachhaltige Verstetigung sorgen. Fazit: Der seit 30 Jahren bestehende LEADER-Ansatz ist ein gutes und erfolgreiches Instrument für die ländliche Entwicklung und Arbeit in den Regionen. LEADER mobilisiert lokale Akteure, fördert Innovationen, stärkt soziales Kapital und leistet einen Beitrag zu inklusiver Governance. Was sich die Regionen wünschen, ist eine Perspektive auf eine weitere Förderphase, die sicherstellt, dass LEADER auch zukünftig ein robustes Instrument für die ländliche Entwicklung bleibt. Das würde die Arbeit in den Regionen zusätzlich beflügeln. Ansprechpartnerin: Susanne Neumann, neumann@neulandplus.de Regionalbüro Mitteldeutschland: Wir leben Engagement und setzen auf Partnerschaften und Innovationen Die LEADER-Region Anhalt wird bereits in ihrer zweiten Förderperiode von neuland+ betreut. Das Team um Kerstin Adam-Staron hat 2025 wieder ein breites Themenspektrum bearbeitet: vom klassischen Management über Strategiekonzepte bis hin zur Qualitätssicherung für Geoparks. Es ergeben sich viele Schnittstellen zwischen der ländlichen Entwicklung und den Arbeiten am Kreisentwicklungskonzept Anhalt-Bitterfeld. Einerseits entsteht ein integriertes, partizipativ orientiertes Fachkonzept, andererseits wird die Kreisverwaltung auf dem Weg zu mehr Bürgernähe und Effizienz fachlich begleitet. Spannend und herausfordernd ist das Regionale Entwicklungskonzept für die Kulturhauptstadtregion Chemnitz 2025: Erfolgreiche kulturelle Entwicklungsrichtungen sollen nach dem Kulturhauptstadtjahr verstetigt und zusätzliche Potenziale in 38 Städten und Gemeinden identifiziert werden. Für das Netzwerk der sächsischen Geoparks hat neuland+ ein Zertifizierungsverfahren entwickelt, das an Evaluierungs- und Monitoringsysteme angelehnt ist. Es macht Strukturen, Prozesse und Angebote vergleichbar und stärkt die Qualitätsentwicklung des Verbundes. Bei allen Vorhaben arbeitet neuland+ eng mit Verwaltungen, Politik, Zivilgesellschaft und Fachakteuren zusammen. Wir setzen auf analoge wie digitale Beteiligungsformate, verbinden fundierte Analysen mit praxisnahen Strategien und bringen damit die regionale Entwicklung sichtbar voran. Ansprechpartnerin: Kerstin Adam-Staron, adam-staron@neulandplus.de Regionalbüro Hohenlohe-Franken: Wie schaffen wir Wertschöpfung für eine nachhaltige Landbewirtschaftung? Der Grundsatz „Erhalt durch Nutzung” war auch im Jahr 2025 der rote Faden, der die Arbeit von neuland+ im Regionalbüro Hohenlohe-Franken prägte. Wir setzen auf strategische Entwicklung, um Kultur und Landschaft zukunftsfähig zu machen. Konkret heißt das: Zukunft der Rebflächen: Wie gehen wir strategisch mit brachfallenden Weinbergen um? Gemeinsam mit Akteuren im Rems-Murr-Kreis und in Mittelbaden entwickelten wir Konzepte für eine Neuausrichtung. Zukunft von Streuobst: Wie sichern wir wertvolle Streuobstbestände nachhaltig? Mit unserem Gutachten lieferten wir gemeinsam mit Fachpartnern Empfehlungen für eine sächsische Streuobst-Strategie. Zukunft der Urwälder: Welche zielführenden Wertschöpfungsketten gibt es für Produkte aus den wilden Walnusswäldern Kirgisistans? Wir waren vor Ort und haben gemeinsam mit unseren Partnern vom kirgisisch-deutschen Institut für den Schutz von Ökosystemen und Biodiversität (KyGEB) Maßnahmen zur Integration der Ökosystemleistungen in eine neue Wertschöpfungskette entwickelt. Ansprechpartner: Hannes Bürckmann, buerckmann@neulandplus.de Regionalbüro Oberschwaben-Allgäu: Zukunftsort Kirche – Impulstagung Im Oktober kamen über 100 Teilnehmende aus der Bodenseeregion, Vorarlberg und der Schweiz in der Heimat Bärenweiler zusammen, um über die Zukunft von Kirchenräumen zu sprechen. Die Tagung zeigte: Kirchen sind emotionale Identitätsorte, die sich jedoch in einem tiefgreifenden Wandel befinden. Die Keynotes von Helmut Ramsauer, Dr. Thomas Schwieren und Jean-Pierre Sitzler machten Mut, neue Wege zu gehen. Sie zeigten auf, wie Kirchen spirituelle Orte bleiben und gleichzeitig Raum für Kultur, Begegnung, soziale Angebote oder neue Nutzungsformen bieten können. In verschiedenen Sessions wurden praktische Ideen erarbeitet: von barrierefreien Zugängen und offenen Kirchenräumen über neue Informations- und Kulturformate bis hin zu konkreten Ansätzen der Immobilienentwicklung. Deutlich wurde: Transformation gelingt, wenn Menschen vor Ort beteiligt sind, unterschiedliche Bedürfnisse ernst genommen werden und wenn kleine Schritte ausprobiert werden dürfen. Die Teilnehmenden zeigten großes Interesse an weiteren Austauschformaten und konkreten Umsetzungshilfen. Die Veranstalter planen daher, den Prozess regional weiterzuführen und ein Netzwerk rund um „Kirchen als Zukunftsorte“ aufzubauen. Weitere Infos: youtu.be Ansprechpartner: Philipp Kahl, kahl@neulandplus.de |
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02 Jubiläum: 30 Jahre LEADER Das Jahr 2025 markiert einen besonderen Meilenstein in der regionalen Entwicklung: 30 Jahre LEADER in Sachsen, davon 23 Jahre erfolgreiche Umsetzung in der Dübener Heide. Seit 20 Jahren stellt neuland+ das LEADER-Management in Sachsen und seit 18 Jahren begleitet das Unternehmen auch den sachsen-anhaltischen Teil der Region. In diesem Zeitraum wurden nahezu 800 Projekte mit insgesamt 46 Millionen Euro an EU-, Bundes- und Landesmitteln realisiert. Diese Mittel haben Orte, Vereine, Unternehmen und Initiativen der Region nachhaltig gestärkt. Die Ergebnisse dieser Arbeit sind vielfältig und sichtbar: sanierte Dorfgemeinschaftshäuser, neue Treffpunkte, verbesserte touristische Angebote, Projekte im Natur- und Klimaschutz, Initiativen zur Vermarktung regionaler Produkte, moderne Bildungsformate sowie zahlreiche Existenzgründungen. So ist eine lebendige Regionalentwicklung entstanden, die die Lebensqualität in der Dübener Heide spürbar erhöht und den sozialen Zusammenhalt stärkt. Das sehr gut besuchte und lebendige Jubiläumsfest würdigte das Engagement all jener, die Ideen, Zeit und Energie in die Weiterentwicklung der Region eingebracht haben. Es machte auch deutlich, dass LEADER kein abstrakter Ansatz ist, sondern durch die Menschen vor Ort gelebt wird. Bildcollage: Claudia Evers Weitere Infos: 30 Jahre LEADER - Clip Ansprechpartner: Monika Weber, weber@neulandplus.de, Anne-Sophie Rettel, rettel@neulandplus.de |
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03 Regionales Strategiepapier: stadt.land.wü. Stadt und Landkreis Würzburg arbeiten seit Jahren eng zusammen – wirtschaftlich, kulturell und im Alltag der Menschen. Die neue Entwicklungsstrategie stadt.land.wü zeigt auf, wie diese Kooperation künftig noch verbindlicher gestaltet werden kann. Zentrale Themen wie Klimaschutz, Mobilität, Digitalisierung oder Jugendhilfe sollen effizienter werden und bürgernah arbeiten. Stadt und Landkreis bündeln Ressourcen, reduzieren Doppelstrukturen und bieten bessere Services. Der Stufenplan:
Weitere Infos: Eine Region, eine Zukunft Ansprechpartner: Josef Bühler, buehler@neulandplus.de, Hannes Bürckmann, buerckmann@neulandplus.de |
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04 Digital Hub Oberschwaben: Bilanz und Ausblick Aktivitäten von neuland+ digital Als Partner im Digital Hub Oberschwaben hat neuland+ digital 2025 zahlreiche Formate mitgestaltet und die regionale Digitalisierung aktiv vorangetrieben. Im Fokus standen Austausch, Qualifizierung und konkrete Lösungen für Unternehmen, Kommunen und Verwaltungen.
Ansprechpartner: Philipp Kahl, kahl@neulandplus.de, Annika Hiller, hiller@neulandplus.de |
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05 neuland+ campus: Wo liegt Beratungsbedarf in der Regionalentwicklung? Was benötigen Sie? Helfen Sie uns! neuland+ campus möchte neue, praxisnahe Angebote für Kommunen, Regionalmanagements, Wirtschaftsförderungen und weitere Akteure der Regionalentwicklung entwickeln. Damit diese Formate genau dort ansetzen, wo der Bedarf am größten ist, brauchen wir Ihre Hilfe! Wo drückt Sie der „Digitalisierung-Schuh“? Nehmen Sie sich bitte drei Minuten Zeit und teilen Sie uns mit, welche Herausforderungen Sie aktuell am meisten beschäftigen: Zum Fragebogen Ihre Rückmeldung hilft uns dabei, Sie künftig noch gezielter zu unterstützen – mit Weiterbildungen, Checks, Workshops und digitalen Tools, die in der Praxis spürbare Wirkung entfalten. Vielen Dank für Ihre Teilnahme und Ihr Engagement für die Regionalentwicklung! Ansprechpartner: Philipp Kahl, kahl@neulandplus.de |
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06 Online-Impuls: KI in der Regionalentwicklung Termin: Dienstag, 20. Januar 2026 von 16:00 bis 17:00 Uhr Künstliche Intelligenz gewinnt in der Regionalentwicklung rasant an Bedeutung. Sie unterstützt dabei, Daten besser zu nutzen, Entscheidungsprozesse zu verbessern, Verwaltungsabläufe zu entlasten und neue Lösungen für Kommunen, Wirtschaftsförderungen und regionale Netzwerke zu entwickeln. In unserem Online-Impuls „KI in der Regionalentwicklung“ geben wir Ihnen einen kompakten Überblick über aktuelle Trends, Chancen und konkrete Einsatzfelder. Außerdem zeigen wir praktische Anwendungen und diskutieren gemeinsam, welche Bedarfe und Potenziale sich für Regionen ergeben. Was Sie erwartet:
Den Zugangslink erhalten Sie nach der Anmeldung. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und einen spannenden Austausch! Weitere Infos und Link zur Anmeldung: eveeno Ansprechpartner: Philipp Kahl, kahl@neulandplus.de, Annika Hiller, hiller@neulandplus.de |
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07 Promotion und Kulturlandschaftsforschung Was haben traditionelle Kulturlandschaften (TCL) mit der Zukunft der nachhaltigen Landwirtschaft zu tun? Sehr viel! Das hat unsere Kollegin Sophia Philipp in ihrer Doktorarbeit herausgefunden, die sie im November erfolgreich an der Universität Kassel verteidigte. Konkret erforschte sie die Frage, wie nachhaltige Agrar- und Ernährungssysteme durch Marketing gestärkt werden können. Herzlichen Glückwunsch zur Promotion, Sophia! Und herzlichen Dank, dass neuland+ dieses Wissen ganz konkret und praxisnah nutzen kann. Wir schärfen damit unsere Landnutzungsstrategien und bauen für unsere Partner nachhaltige Wertschöpfungsketten auf. Gemeinsam verantworten Dr. Sophia Philipp und Dr. Janet Maringer in Zukunft den neuen Geschäftsbereich der Kulturlandschaftsforschung. |
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08 Neue Mitarbeiterin Wir freuen uns, Dr.-Ing. Janet Maringer im Team von neuland+ begrüßen zu dürfen. Sie verstärkt unser Regionalbüro Hohenlohe-Franken. Die promovierte Geoökologin bringt vielfältige Erfahrungen aus Forschung und Praxis mit, unter anderem von der Forstlichen Versuchsanstalt Baden-Württemberg und der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft in der Schweiz. Sie ist zusammen mit Dr. Sophia Philipp tätig, im Bereich der angewandten Forschung zu Kulturlandschaften, insbesondere zu Streuobst und Weinbau. Herzlich Willkommen bei neuland+, Janet! |

