Facts & Files Newsletter #10 · April 2026 ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣
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Facts & Files
English  28. April 2026
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Facts & Files Newsletter #10
     Newsletter #10
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir begrüßen Sie herzlich zu unserem ersten Newsletter im Jahr 2026 und danken Ihnen für Ihr Interesse an unserer Arbeit.
Neue Services: Provenienzrecherche in den USA und den Niederlanden

Seit April 2026 bieten wir einen neuen Rechercheservice für die Provenienzforschung an. Wir arbeiten vor Ort mit multilingualen Kolleginnen und Kollegen zusammen, so dass auch Archivbestände auf Deutsch, Französisch, Englisch und Niederländisch ausgewertet werden können. Wir entwickeln die Recherchestrategie und können auch Transkriptionen und Übersetzungen anbieten.

Wir recherchieren in den Archivbeständen der Special Collections des Getty Research Institute in Los Angeles, in Archiven und Bibliotheken an der Ostküste, in den National Archives in Washington D.C. und in den Niederlanden sowohl im Nationaalarchief in Den Haag als auch im RKD.

Bei der Planung der Recherchen müssen wir natürlich aktuelle und zukünftige Schließungen beachten:

Die Watson Library des Metropolitan Museums in New York City ist wegen Umbauarbeiten bis zum 16. Juni 2026 geschlossen.

Das Getty Institute wird ab Sommer 2027 für Renovierungsarbeiten geschlossen, so dass auch die dort befindlichen Bestände nicht verfügbar sein werden.

Wir planen, diesen Service auch auf Pariser Archive auszudehnen.

Bei Interesse an einer Recherche sprechen Sie uns bitte an.
Facts & Files
„Historische Nachbarn“

Mit dem neuen Angebot „Historische Nachbarn“ erforschen wir die Geschichte von Wohnhäusern, einzelnen Wohnungen und ganzen Straßenzügen sowie der Menschen, die dort gelebt und gearbeitet haben. Wir verbinden dabei regional- und stadtgeschichtliche Recherchen mit biografischer Forschung zu früheren Bewohnerinnen und Bewohnern, Eigentümerinnen und Eigentümern, Unternehmen und Architekten.

Die Rechercheergebnisse werden in unterschiedlichen Formaten aufbereitet. Auf Wunsch werden sie online veröffentlicht und durch eine Porzellanplakette mit QR-Code oder eine Informationstafel am Gebäude sichtbar gemacht.

Anlässlich des Tags der Archive am 7. und 8. März 2026 haben wir begonnen, auf unseren Social-Media-Kanälen historische Ereignisse in der Pankower Pestalozzistraße zu dokumentieren – dort befindet sich seit der Gründung von Facts & Files unser Büro. In den kommenden Monaten werden wir die Reihe auf weitere Berliner Häuser ausweiten, zu deren Geschichte wir bereits geforscht haben.

Bei Interesse an einer Recherche zu Ihrem Haus, Ihrer Wohnung oder Ihrer Straße sprechen Sie uns gern an.
Erstcheck Freilichtmuseum Hagen

Im Auftrag des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) haben wir einen Erstcheck zur Provenienzforschung am LWL-Freilichtmuseum Hagen abgeschlossen. Das Museum wurde als Westfälisches Freilichtmuseum Technischer Kulturdenkmale in Hagen gegründet. Die Stadt Hagen erwarb 1961 das Gelände, auf dem sich heute das Museum befindet. Im gleichen Jahr gründete sich der Förderkreis für das Museum, der bis heute besteht. Das Museum wurde 1973 eröffnet. Die Idee für das Museum geht auf ein Konzept des Hagener Architekten und Dozenten an der Baugewerbeschule in Essen, Wilhelm Claas (1885–1966), zurück. Für das Sammlungsprofil des Museums war vor allem der Direktor Dr. Friedrich Helmut Sonnenschein verantwortlich. Er schied 1987 aus dem Amt. Die Sammlungen des Deutschen Schmiedemuseums und des Kaltwalzenmuseums werden ebenfalls im Museum präsentiert. Spezielle Sammlungen mit Objekten zur Papierherstellung und Lederverarbeitung wurden in den 1980er Jahren aufgebaut.
Projektbeschreibungen online: Sammlung Leder sowie Familien Freundlich und Markus

Seit Januar 2026 sind die Projektbeschreibungen unserer beiden Provenienzforschungsprojekte zur Sammlung von David und Lola Leder sowie zu den Sammlungen der Düsseldorfer Familien Freundlich und Markus online abrufbar:

https://www.factsandfiles.com/projects/leder-david/
https://www.factsandfiles.com/projects/freundlich/

Zur Sammlung David und Lola Leder gibt es demnächst auch eine kleine Ausstellung, deren Kuratorin durch unsere Kooperationspartnerin Dr. Bettina Leder unterstützt wird.
Ausstellung „Eine unvollendete Geschichte“ in Chemnitz

Am 28. Mai 2026 eröffnet in den Kunstsammlungen am Theaterplatz Chemnitz die Ausstellung „Eine unvollendete Geschichte“, die die Kunstsammlung von Lola und David Leder thematisiert. Zentrales Werk ist das 1920 in Chemnitz entstandene Porträt David Leders von Gustav Schaffer; gezeigt werden zudem Arbeiten u. a. von Max Liebermann, Oskar Kokoschka, Lucie Rochenberg und Otto Theodor Wolfgang Stein. Die Ausstellung findet im Rahmen von TACHELES 2026 – Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen statt.

Eröffnung: 28. Mai 2026, 18:15 Uhr, Kunstsammlungen am Theaterplatz, Chemnitz.

• Eröffnungsveranstaltung: https://www.kunstsammlungen-chemnitz.de/event/28-05-2026-15222/
• Ausstellung: https://www.kunstsammlungen-chemnitz.de/ausstellungen/eine-unvollendete-geschichte-2/
Universität Leiden, Kamerlingh-Onnes-Gebäude
Verschiedenes

Vom 13. bis 15. Januar 2026 nahmen wir an der Konferenz „Legacies. Why Museum Histories Matter. A Conference to Explore the Meaning of Inheritance“ in Leiden teil. Veranstaltet wurde sie vom Museum Lab der Universität Leiden; im Mittelpunkt standen Museen mit bedeutender Gründungsgeschichte, die sich gegenwärtig in unterschiedlicher Weise einer institutionellen Selbstreflexion widmen. Internationale Forscherinnen und Forscher sowie Museumsfachleute – darunter Dr. Carole Paul (University of California, Santa Barbara), Monsignore Dr. Timothy Verdon (Museo dell’Opera del Duomo, Florenz), Prof. Dr. Emile Schrijver (Jewish Cultural Quarter und Nationales Holocaust-Museum, Amsterdam) sowie Prof. Dr. Andrew McClellan (Tufts University, Boston) – präsentierten ihre Forschungsarbeiten und museumspädagogischen Ansätze zum Erbe der Museen.

Besonders aufschlussreich waren die Vorträge zur Geschichte und Restitution der tschechischen Morawetz-Sammlung (Lucie Němečková, Dokumentationszentrum für Eigentumsübertragungen von Kulturgütern der Opfer des Zweiten Weltkriegs, Prag) sowie zur Entwicklung und Eröffnung des Nationalen Holocaust-Museums in Amsterdam in einer politisierten Zeit (Prof. Dr. Emile Schrijver, Amsterdam).
Der gotische Saal in der Zitadelle Spandau war am 19. März 2026 Tagungsort für die Berliner Runde Provenienzforschung, an der auch wir teilnahmen und die mit der Besichtigung der dortigen Ausstellung „Objekte befragen – Antworten finden. Provenienzforschung am Stadtgeschichtlichen Museum Spandau“ eingeleitet wurde. Die Berliner Runde Provenienzforschung ist ein Arbeitskreis, der Forscherinnen und Forschern des Landes Berlin Austauschmöglichkeiten zu ihren Provenienzforschungsprojekten bietet und auch Themen zur Verbesserung von Arbeits- und Forschungsbedingungen voranbringen möchte. In diesem Sinne wurde die Zusage der unterdessen zurückgetretenen Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson zur Realisierung eines gemeinsamen Daten- und Managementsystems für die Aufarbeitung von Sammlungsgeschichten interessiert aufgenommen.

Die anschließenden Vorträge boten Einblicke in die Arbeiten an verschiedenen Berliner Bezirksmuseen und in die Provenienzforschung am Auktionshaus Grisebach. Vorgestellt wurden außerdem konkrete Einzelfälle wie Forschungsergebnisse zum Entzug des Mies-van-der-Rohe-Archivs während der DDR-Zeit und ein an der TU Berlin realisiertes Projekt zu Restauratoren, die während der NS-Zeit tätig waren und deren schriftliche Hinterlassenschaften eine wichtige Quelle für die Provenienzforschung bieten. Zum Abschluss stellte eine Mitarbeiterin des Landesarchivs Berlin die wichtigsten Eckpunkte zur Übernahme der Entschädigungsakten aus dem Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten durch das Landesarchiv Berlin vor, die nun auf den 1. Mai 2026 terminiert ist.
Zitadelle Spandau
Bei Fragen zu unseren Projekten und Leistungen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.
Wir danken Ihnen herzlich für Ihr Interesse an unserer Arbeit.
 
 
Ihr Team von Facts & Files
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Facts & Files
German  28 April 2026
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Facts & Files Newsletter #10
Newsletter #10
Dear Sir or Madam, dear colleagues,

welcome to our first newsletter of 2026. Thank you for your interest in our work. Here are the most recent news and updates.
New Services: Provenance Research in the United States and the Netherlands

Since April 2026, we have been offering a new service for provenance research. We collaborate on site with multilingual colleagues, enabling us to evaluate archival holdings in German, French, English, and Dutch. We develop the research strategy and can also offer transcriptions and translations.

We conduct research in the archival holdings of the Special Collections at the Getty Research Institute in Los Angeles, in archives and libraries on the East Coast, at the National Archives in Washington, D.C., and in the Netherlands at both the Nationaalarchief in The Hague and the RKD.

When planning research, we of course need to take current and forthcoming closures into account:

The Watson Library at the Metropolitan Museum in New York City is closed for renovation work until 16 June 2026.

The Getty Research Institute will be closed for renovation from summer 2027, so its holdings will also be unavailable then.

We plan to extend this service to Parisian archives as well.

If you are interested in commissioning research, please get in touch.
Facts & Files
“Historical Neighbors”

With our “Historical Neighbors” service, we explore the history of residential buildings, individual apartments, and entire streets, as well as of the people who lived and worked there. We combine regional and urban historical research with biographical research on former residents, owners, businesses, and architects.

The research results are presented in various formats. Upon request, they are published online and made visible through a porcelain plaque with a QR code or an information panel on the building.

To mark Archives Day on 7 and 8 March 2026, we began documenting historical events on Pankow’s Pestalozzistraße – where our office has been located since Facts & Files was founded. In the coming months, we will expand the series to include other Berlin buildings whose histories we have already researched.

If you are interested in research on your house, apartment, or street, please feel free to contact us.
Provenance Check at the Hagen Open-Air Museum

On behalf of the Regional Association of Westphalia-Lippe (LWL), we have completed an initial provenance assessment at the LWL Open-Air Museum in Hagen. The museum was originally founded as the Westfälisches Freilichtmuseum Technischer Kulturdenkmale (Westphalian Open-Air Museum of Technical Cultural Monuments) in Hagen. In 1961, the city of Hagen acquired the site on which the museum stands today. In the same year, the museum’s friends’ association (Förderkreis), which still exists today, was founded. The museum was opened in 1973. The concept goes back to Hagen-based architect Wilhelm Claas (1885–1966), who taught at the Baugewerbeschule in Essen. The museum’s collection profile was shaped above all by its director, Dr. Friedrich Helmut Sonnenschein, who left the post in 1987. The collections of the Deutsches Schmiedemuseum (German Forging Museum) and of the Kaltwalzenmuseum (Cold-Rolling Museum) are also presented at the museum. Specialised collections of objects relating to paper-making and leather processing were built up in the 1980s.
Project Descriptions Online: The Leder Collection and the Freundlich and Markus Families

Since January 2026, the project descriptions of two of our provenance research projects – on the collection of David and Lola Leder and on the collections of the Düsseldorf Freundlich and Markus families – have been available online:

https://www.factsandfiles.com/projects/leder-david/
https://www.factsandfiles.com/projects/freundlich/

A small exhibition focusing on the David and Lola Leder collection is also planned for the near future; its curator is being supported by our cooperation partner Dr. Bettina Leder.
Exhibition “An Unfinished Story” in Chemnitz

On 28 May 2026, the exhibition “An Unfinished Story”, which focuses on the art collection of Lola and David Leder, will open at the Kunstsammlungen am Theaterplatz Chemnitz. The central work is the portrait of David Leder by Gustav Schaffer, painted in Chemnitz in 1920; works by Max Liebermann, Oskar Kokoschka, Lucie Rochenberg, and Otto Theodor Wolfgang Stein, among others, will also be on display. The exhibition is presented as part of TACHELES 2026 – Year of Jewish Culture in Saxony.

Opening: 28 May 2026, 6:15 p.m., Kunstsammlungen am Theaterplatz, Chemnitz.

• Opening event: https://www.kunstsammlungen-chemnitz.de/event/28-05-2026-15222/
• Exhibition: https://www.kunstsammlungen-chemnitz.de/ausstellungen/eine-unvollendete-geschichte-2/
Leiden University, Kamerlingh Onnes Building
Miscellaneous

From 13 to 15 January 2026, we attended the conference “Legacies. Why Museum Histories Matter. A Conference to Explore the Meaning of Inheritance” in Leiden. Organised by the Museum Lab of Leiden University, the conference focused on museums with significant founding histories that are currently engaging in institutional self-reflection in various ways. International researchers and museum professionals – including Dr. Carole Paul (University of California, Santa Barbara), Monsignor Dr. Timothy Verdon (Museo dell’Opera del Duomo, Florence), Prof. Dr. Emile Schrijver (Jewish Cultural Quarter and National Holocaust Museum, Amsterdam), and Prof. Dr. Andrew McClellan (Tufts University, Boston) – presented their research and museum-education approaches to the legacy of museums.

Particularly illuminating were the lectures on the history and restitution of the Czech Morawetz Collection (Lucie Němečková, Documentation Centre for Property Transfers of Cultural Assets of the Victims of the Second World War, Prague) and on the development and opening of the National Holocaust Museum in Amsterdam in a politicised era (Prof. Dr. Emile Schrijver, Amsterdam).
On 19 March 2026, the Gothic Hall at the Spandau Citadel hosted the Berlin Provenance Research Roundtable, in which we also took part and which began with a tour of the on-site exhibition “Questioning Objects – Finding Answers. Provenance Research at the Spandau Museum of City History”. The Roundtable is a working group offering researchers in the State of Berlin opportunities to exchange information about their provenance research projects and to advance topics aimed at improving working and research conditions. In this spirit, the commitment by Sarah Wedl-Wilson, the Senator for Culture who has since stepped down, to establish a joint data and management system for researching collection histories was received with interest.

The presentations following the roundtable offered insights into the work at various Berlin district museums and into provenance research at the Grisebach auction house. Specific cases were also presented, such as research findings on the confiscation of the Mies van der Rohe Archive during the GDR era and a project carried out at TU Berlin on conservators who were active during the Nazi era and whose written legacies serve as an important source for provenance research. To conclude, a staff member of the Berlin State Archives presented the key points of the transfer of the compensation files from the Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten to the Berlin State Archives, which is now scheduled for 1 May 2026.
Spandau Citadel, Berlin
If you have any questions about our projects and services, please do not hesitate to contact us.
Thank you for your interest in our work.
 
With kind regards from Berlin,

Your Facts & Files Team
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Impressum
Facts & Files Historians GmbH
Pestalozzistraße 38
13187 Berlin
www.factsandfiles.com

Amtsgericht Berlin-Charlottenburg HRB 280958 B
V.A.T. Identification: DE 202630339
Geschäftsführerin: Beate Schreiber

 
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